Nationales Register für T-Zell Lymphome (T-NHL)

Hintergrund und Rationale

Reifzellige T-Zell Lymphome (T-NHL) sind eine seltene Gruppe von klinisch oft aggressiv verlaufenden Erkrankungen aus dem Kreis der malignen Non-Hodgkin-Lymphome.


Die T-NHL sind sehr heterogen mit vielen sich klinisch und in Bezug auf den molekularen Hintergrund unterscheidenden Unterformen. Diese Vielfalt der T-NHL und die im Vergleich zu andere Lymphomen geringe Anzahl an Patienten macht es schwierig, für alle Therapiesituationen kontrollierte, klinische Studien durchzuführen. Zum einen wurden dadurch Aspekte der Therapie der T-NHL, wie z. B. der Einsatz der Strahlentherapie, nicht in kontrollierten klinischen Studien geprüft, sondern erfolgen in Analogie zur Therapie der B-Zell-Lymphome. Zum anderen ist es dadurch schwierig den Einfluss verschiedener Therapien auf die einzelnen Unterformen und deren Krankheitsverlaufs ausreichend zu verstehen. Über die Behandlungspraxis von T-NHL in Deutschland ist nur wenig bekannt.
 

In den letzten Jahren haben sich auf Basis des besseren Verständnisses molekularer Mechanismen der T-NHL viele neue Therapiekonzepte entwickelt. Aufgrund der genannten Heterogenität und Seltenheit der T-NHL gelingt die Implementierung in kontrollierte klinische Studien weltweit nur zögerlich.

 

Der Erhebung von „Real-Word-Daten“ kommt damit eine große Bedeutung zu um die Behandlungsrealität in Deutschland abzubilden, um Hinweise für den Stellenwert von Therapiekonzepten zu generieren und um eine Basis für zukünftige klinische Studien zur Verfügung zu stellen. Das T-NHL Register möchte damit einen Beitrag zur Versorgungsforschung bei T-NHL in Deutschland leisten und als Plattform für zukünftige Untersuchungen dienen.


Das T-NHL-Register hat das Ziel die epidemiologischen und klinischen Daten der Patienten mit einem T-NHL in allen teilnehmenden Zentren in Deutschland pro- und retrospektiv zu dokumentieren. Zudem werden biologische Materialien in einer Datenbank asserviert um klinische und molekulare Daten in zukünftigen Analysen verknüpfen zu können.

 

Einschlusskriterien

Es sollen möglichst alle Patienten mit einem diagnostizierten T-NHL unabhängig von der Behandlungslinie erfasst werden. Voraussetzungen sind:

Die Aufnahme von Patienten erfolgt unabhängig vom klinischen Stadium der Erkrankung und vom Therapiekonzept.
 

Ausschlusskriterien

Aus den zuvor genannten Einschlusskriterien ergeben sich folgende Ausschlusskriterien:

 

Kontakt:

Leitung des Registers

Dr. med. Thomas Weber
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Ernst. Grube. Str. 40
06120 Halle (Saale)

 

Prof. Dr. med. Gerald Wulf
Universitätsmedizin Göttingen
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

 

Projektmanagement

Sabine Edemir
Telefon: +49 (0) 345 557-3170
Fax: +49 (0) 345 557-
Mail: tnhl.register@uk-halle.de