In der „Plenary Session“ des diesjährigen Jahrestreffen der „European Hematology Association“ (EHA) in Stockholm wurden die Daten der frontMIND Studie von Prof. Dr. Georg Lenz vorgestellt.
Im Rahmen der internationalen, randomisierten Phase 3 Studie, die federführend durch die German Lymphoma Alliance (GLA) und der Italian Lymphoma Foundation (FIL) durchgeführt wurde, wurde bei Patienten mit aggressivem Lymphom mit intermediären Risiko bzw. hochrisiko Profil das R-CHOP Schema mit der Kombination bestehend aus Tafasitamab, Lenalidomid und R-CHOP verglichen.
Die Auswertung der Studie zeigte, dass Tafasitamab, Lenalidomid und R-CHOP das progressions-freie Überleben im Vergleich zu R-CHOP signifikant verbessert. Es zeigte sich weiterhin eine signifikante Verbesserung des Event-free Survivals und beim Gesamtüberleben zeigte sich ein Trend zu einem besseren Überleben nach der Therapie mit Tafasitamab, Lenalidomid und R-CHOP. Schwere Nebenwirkungen traten häufiger im exprimentellen Arm mit Tafasitamab, Lenalidomid und R-CHOP auf, waren aber insgesamt beherrschbar. Insofern kann die Kombination bestehend aus Tafasitamab, Lenalidomid und R-CHOP ein neuen Therapiestandard bei Patienten mit aggressivem Lymphom mit intermediären beziehungsweise hochrisiko Profil darstellen.

Die Studie und die Daten sind mittlerweile auch in Lancet publiziert (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42217458/).
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