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Reexpostition mit bispezifischen Antikörpern bei DLBCL-Patienten

Analyse von Sicherheit und Effektivität einer Reexpostition mit bispezifischen Antikörpern bei Patient*Innen mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL)

Informationen zum Registerprojekt

Name und Adresse des Antragsteller

Frau Dr. med. Lina Kolloch
LinaJenny.Kolloch@ukmuenster.de

Registerprojekt gesponsert durch (Name und Kontakt)

Universitätsklinikum Münster (Prüfzentrum (CAR-T), 12131)
Medizinische Klinik A
Albert-Schweitzer-Campus 1
48149 Münster

Beschreibung   Das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist mit einem mittleren Diagnosealter von 66 Jahren die häufigste Form des aggressiven Lymphoms. Trotz stetiger Weiterentwicklung der Therapien werden ca. ein Drittel der Patient*Innen durch die Erstlinientherapie nicht langfristig in Remission gebracht. 2023 wurde die Therapie mit bispezifischen Antikörpern (BsAbs) nach mindestens 2 vorherigen Therapien zugelassen. Mittlerweile besteht eine Zulassung für 3 bispezifische Antikörper, Glofitamab (Glofi), Epcoritamab (Epco) und Odronextamab (Ordo), als Monotherapie, und Glofitamab in der Kombination mit Gemcitabin und Oxaliplatin (GemOx) für DLBCL Patient*Innen in der EU. Im klinischen Alltag gibt es immer häufiger die Situation, dass Patient*Innen, die im Verlauf bereits mit einem BsAb behandelt wurden und auf diese Therapie angesprochen haben, nach Abschluss dieser Therapie oder einer konsolidierenden zellulären Therapie rezidivieren. Dann wird diskutiert, ob diese Patient*Innen eine Reexposition mit einem bispezifischen Antikörper erhalten sollten. Aktuell gibt es zu dieser Frage noch keine Studiendaten, die eine Entscheidung in dieser Situation unterstützen könnten. Wir möchten daher mit dieser retrospektiven Analyse evaluieren, welche Patient*Innen von einer Reexposition mit BsABs profitieren, um die Entscheidung in Zukunft auf Daten stützen zu können. Hierfür möchten wir insbesondere das Ansprechen auf die Therapie mit BsAbs, sowie das Toxizitätsprofil der ersten und der erneuten Exposition beleuchten.
Zu diesem Zweck sollen klinische Daten der Patienten, die eine Reexposition mit bispezifischen Antikörpern erhalten haben aus dem GLA-Register erhoben werden. Die Auswertung der Daten findet anonymisiert zentral am Universitätsklinikum Münster statt.
 
 
 
 
Indikation   DLBCL
 
 

zusätzliche Informationen

Patientenpopulation   Es sollen retrospektiv Patient*Innen mit DLBCL eingeschlossen werden, die in Therapieverlauf ihrer Erkrankung eine Erst- und Reexpostition mit BsABs in erhalten haben und an Zentren der GLA behandelt wurden. Hierbei möchten wir sowohl die Monotherapie, als auch die Kombination mit Gemcitabin und Oxaliplatin berücksichtigen. Die Analyse beschränkt sich auf Patient*Innen im von Alter ≥ 18 Jahren.
 
Statistische Annahmen   Anhand einer Fallserie möchten wir die Effektivität und Toxizität der Reexposition mit BsABs analysieren. Hierfür möchten das Ansprechen auf die Therapie mit BsABs, das Gesamt- und Progressions-freie Überleben, das Auftreten von Rezidiven, die nicht-rezidiv-bedingte Mortalität, sowie das Auftreten von Toxizitäten (nach Erst- und Zeitexposition) inklusive ICANS und CRS untersuchen. Zudem möchten wir gerne darstellen, welche Therapien die Patient*Innen nach der Erst- und Zweitexposition gegenüber BsABs erhalten haben und ob es hier Hinweise auf eine vorteilhafte Sequenz gibt. Da die Fallzahlen vermutlich aktuell noch klein sein werden, werden wir hauptsächlich deskriptiv berichten können. Falls sich relevante Zahlen für Subgruppen ergeben (bspw. CAR-T-Zelltherapie vs. keine CAR-T-Zelltherapie nach der ersten Exposition gegenüber BsABs) würden wir hier natürlich gerne die oben genannten Parameter vergleichen.
 
 
 
 
Primäre Endpunkte   OS, PFS
 
Sekundäre Endpunkte   ORR, RM, NRM
Hämatologische und nicht-hämatologische Toxizitätsprofile von bispezifischen Antikörpern bei Erst- und Reexposition in der Therapie von DLBCL Patient*Innen.
 
 
 
 
Geplante Projektdauer (Projektstart, Projektende)   03/2026 bis 03/2028
 
Projekt finanziert durch   Drittmittel der medizinischen Klinik A, Universitätsklinikum Münster
 
Biometrische Analyse   Datenexport und eigene Analyse
 
Ist eine Erweiterung des Datensatzes projektspezifisch notwendig?   Nein
 
Ist eine direkte Interaktion (über die Vertrauenstelle) mit den Patienten geplant?   Nein
 
 

Beteiligte Arbeitsgruppen

Aggressive B-Zell Lymphome