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R-Pola-Glo RWA (GLA)

Real-World-Anwendung von Rituximab/Polatuzumab vedotin/Glofitamab (R-Pola-Glo) in der Erstlinie bei DLBCL in Deutschland und Österreich

Informationen zum Registerprojekt

Name und Adresse des Antragsteller

Frau Dr. med. Rebecca Wurm-Kuczera
rebecca.wurm-kuczera@charite.de

Registerprojekt gesponsert durch (Name und Kontakt)

Charité – Universitätsmedizin Berlin - CBF (Prüfzentrum (CAR-T), 12143)
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
Hindenburgdamm 30
12200 Berlin

Beschreibung   Die Phase-II-Studie R-Pola-Glo zeigte sehr vielversprechende Ergebnisse in einer Population mit hohem medizinischen Bedarf (ältere und/oder für R-CHOP ungeeignete Patient:innen mit unbehandeltem DLBCL) (Chapuy et al, ASH 2025) . In der klinischen Praxis wird das Regime in Deutschland und Österreich bereits vereinzelt nach individueller Kostenübernahme durch Kostenträger angewendet.
Ziel dieses Registerprojekts ist die strukturierte Erfassung aller Patient:innen, die in Routineversorgung mit R-Pola-Glo in der Erstlinie behandelt werden, um Real-World-Effektivität, Sicherheit, Behandlungsdurchführung, supportive Maßnahmen und relevante Versorgungsendpunkte abzubilden. Dadurch sollen Evidenzlücken zwischen klinischer Studie und Versorgung geschlossen und Hypothesen für zukünftige (randomisierte) Studien sowie Versorgungsentscheidungen generiert werden.
 
 
 
 
Indikation   DLBCL
 
 

zusätzliche Informationen

Patientenpopulation   -Gesicherte Diagnose eines DLBCL (Erstdiagnose, systemisch), Therapieintention kurativ

- Erstlinientherapie mit R-Pola-Glo in Routineversorgung (DE/AT), unabhängig von Alter, aber insbesondere Patient:innen, die für R-CHOP nicht geeignet sind bzw. bei denen R-CHOP nicht durchgeführt wird

- Schriftliche Einwilligung zur Registerdokumentation bei nicht verstorbenen Patienten

- Basisdaten und Follow-up mindestens bis zur ersten Response-Beurteilung verfügbar
 
Statistische Annahmen   Studiendesign: nicht-interventionell, multizentrisch; primär deskriptiv

Stichprobengröße: pragmatisch/feasibility-basiert. Geplant ist die Erfassung aller consecutiven Patient:innen, die R-Pola-Glo in der Routineversorgung erhalten. Erwartete Fallzahl: ca. 20 Patient:innen über die Rekrutierungsphase (abhängig von Zentrenzahl und Real-World-Verfügbarkeit).

Analysen:

deskriptive Statistik für Baseline-Charakteristika, Therapieexposition und Sicherheitsereignisse

Zeit-zu-Ereignis: Kaplan–Meier für PFS/OS, mediane Follow-up-Zeit (z. B. reverse KM)

explorativ: multivariable Cox-Modelle (z. B. Alter, IPI, ECOG, Frailty/sGA, Organfunktion) zur Hypothesengenerierung; Sensitivitätsanalysen nach Zentren/Behandlungsvarianten

Umgang mit Missing Data: dokumentationsbasiert, keine formale Imputation als Primärstrategie;

Signifikanzniveau: explorativ, keine formale Power-Berechnung; Ergebnisse primär als Effektgrößen mit 95%-Konfidenzintervallen.
 
 
 
 
Primäre Endpunkte   Gesamtansprechrate (ORR: CR + PR) bei erster standardisierter Response-Beurteilung gemäß lokaler Routine (idealerweise Lugano-kompatibel dokumentiert)
 
Sekundäre Endpunkte   Progressionsfreies Überleben (PFS) ab Start R-Pola-Glo (Real-World PFS; Ereignis: Progression, Rezidiv oder Tod)

Gesamtüberleben (OS) ab Therapiebeginn

CR-Rate (bestes Ansprechen und/oder zu definiertem Zeitpunkt)

Dauer des Ansprechens (DoR)

Event-free survival (EFS, pragmatisch definiert: Abbruch wegen Toxizität, Progression, Start neuer Lymphomtherapie oder Tod)

Behandlungsexposition: Anzahl Zyklen, Dosisreduktionen, Verzögerungen, Therapieabbrüche und Gründe

Sicherheit: Häufigkeit und Schwere unerwünschter Ereignisse (CTCAE wenn verfügbar), schwere Infektionen, Hospitalisationen, ICU-Aufenthalte

Spezifische Risiken in der Routine: CRS/ICANS (falls beobachtet), Zytopenien, febrile Neutropenie, Transfusionen, G-CSF-Einsatz
 
 
 
 
Geplante Projektdauer (Projektstart, Projektende)   01.04.2026- 1.04.2027
 
Projekt finanziert durch   Keine direkte Fianzierung
 
Geschätzte Kosten   n.a.
 
 
 
 
Biometrische Analyse   Datenexport und eigene Analyse
 
Ist eine Erweiterung des Datensatzes projektspezifisch notwendig?   Nein
 
Ist eine direkte Interaktion (über die Vertrauenstelle) mit den Patienten geplant?   Nein
 
 

Beteiligte Arbeitsgruppen

Aggressive B-Zell Lymphome